Herstellerneutrale TK-Systembewertung für Betreiber kritischer Infrastruktur
Kundenprofil
Ein kommunaler IT-Dienstleister mit rund 90 Mitarbeitenden verantwortet die Digitalisierung von 16 Unternehmen innerhalb eines Stadtwerke-Konzerns. Dazu zählen Energieversorgung, Mobilität, Wasser, Entsorgung und Freizeitangebote. Das konzernweite Telekommunikationssystem umfasst über 12 Standorte und ist Teil der kritischen Infrastruktur. Es sichert die Sprachkommunikation im gesamten Stadtgebiet.
Ausgangslage: TK-System mit Modernisierungsbedarf
Das eingesetzte TK-System basiert auf der Plattform Unify OpenScape 4000. Es wurde seit den 1990er Jahren stetig erweitert. Die Systemlandschaft ist komplex und enthält viele Subsysteme sowie analoge Schnittstellen, etwa für Modemverbindungen. Die Software ist veraltet, moderne Funktionen sind nur eingeschränkt verfügbar. Die Anforderungen an Ausfallsicherheit, Flexibilität und regulatorische Konformität steigen. Eine externe TK-Systembewertung wurde beauftragt.
Projektansatz: Herstellerneutrale TK-Systemanalyse unter KRITIS-Vorgaben
DOK SYSTEME führte eine herstellerneutrale TK-Systemanalyse unter KRITIS-Vorgaben durch. Ziel war die Bewertung der Telekommunikationsinfrastruktur hinsichtlich Zukunftsfähigkeit, Marktgängigkeit und regulatorischer Anforderungen. Im Fokus standen Aspekte wie automatisiertes Failover, Monitoring und Netzsegmentierung. Die Analyse erfolgte in enger Abstimmung mit den Stakeholdern. Workshops dienten der Erhebung zukünftiger Anforderungen.
Technologieeinsatz: VoIP-Readyness und UCC-Integration
Die Analyse zeigte: Die WAN-Bandbreite reicht an den meisten Standorten für VoIP und Unified Communications aus. Die Infrastruktur erlaubt den Einsatz von Softphones als Standardlösung. WLAN kann DECT ersetzen. Auch die Integration mit Microsoft Teams wurde konzeptionell berücksichtigt. Weitere Empfehlungen: Faxserver statt analoger Geräte und die Entkopplung der Modemtechnik von der Bürokommunikation.
Umsetzung und Ergebnis: Grobkonzept mit Handlungsempfehlungen
Das Projekt umfasste einen Kick-off-Workshop, eine IST-Erfassung, die TK-Systembewertung und mehrere Anforderungsworkshops. Das Ergebnis: ein Grobkonzept mit Bewertung der Gesamtinfrastruktur, Budgetschätzung und Lösungsvarianten. Empfohlen wurden die Standardisierung der Endgeräte, eine einheitliche Kommunikationsplattform und gezielte Investitionen in die LAN-Infrastruktur.
Mehrwert: Strategische Grundlage für KRITIS-Betreiber
Die strukturierte TK-Systemanalyse liefert eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die Modernisierung der Telekommunikation. Die Empfehlungen ermöglichen eine ausfallsichere, effiziente und zukunftsfähige Kommunikation für alle Unternehmen im Konzern. Damit wird die Digitalisierung kritischer Infrastruktur gezielt vorangetrieben.
Fazit: TK-Systembewertung als Steuerungsinstrument
Die Zusammenarbeit mit DOK SYSTEME zeigt: Eine fundierte, herstellerneutrale TK-Systembewertung ist essenziell für Betreiber kritischer Infrastruktur. Sie schafft Klarheit über regulatorische Anforderungen und ermöglicht strategische Entscheidungen für moderne Kommunikationslösungen.
