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DOK FORUM 2018

Gemeinsam digital - Ein Resümee

 

„Gute Mischung / gute Veranstaltung – Vielen Dank!“ Auch 2018 war das DOK FORUM dem Feedback der Gäste und Forumspartner folgend eine informative, interessante Networking-Veranstaltung mit Mehrwert. Das Leitthema Digitalisierung schien zwar auf den ersten Blick weit gefasst, aber die Vorträge und vielen Use Cases zeigten auch ein riesiges Spektrum an Möglich-keiten und Notwendigkeiten, mit denen sich jede Organisation zukünftig gezielt auseinandersetzen sollte bzw. muss. Ein Gast-Referent aus den DOK SYSTEME-Kundenreihen, der aus der Praxissicht eines öffentlichen IT-Dienstleisters Wege zur digitalen Verwaltung vorstellte, brachte es auf den Punkt:

„Digitalisierung bedroht insbesondere all jene, die sie ignorieren.“

Der zweitägiger ITK-Branchentreff unter dem konkreten Leitthema „Digitalisierung – Ist Ihre IT richtig aufgestellt?“ sollte dem entgegen wirken und zeigen, dass die Digitalisierung aktuell schon eine große Bandbreite an realen Fallbeispielen bietet, deren Betrachtung sich lohnt, um Ideen und An-regungen für eigene Strategien zu entwickeln. Automatisierte Geschäfts- und Arbeitsprozesse schaffen oft ein komplett neues und zudem ein sehr dynamisches Arbeitsumfeld und stellen völlig neue Anforderungen an Mitarbeiter, Netze und Systeme. Diese Entwicklung spielt in jedem Unternehmensbereich eine wichtige Rolle und mit der zunehmenden Vernetzung einer globalisierten Welt gewinnt das Thema enorm an Fahrt. Alles soll bald mit allem vernetzt werden können. Doch ist dies auch sinnvoll?

Vorab ein Hinweis auf den Termin zum DOK FORUM 2019

Am 25. und 26. September 2019 könnten wir wieder durch einen Wissens- und Erfahrungsaus-tausch gemeinsam einen Schritt nach vorne machen. Wir laden alle interessierten Beratungskunden schon jetzt ein, sich die Tage doch einfach in Ihrem Kalender vorzumerken. Veranstaltungsort 2019 wird erneut das Novotel Hannover sein. Gern nehmen wir bis Ende des Jahres auch Ideen und Wünsche zu für Sie interessanten Themen(gebieten) entgegen. Nutzen Sie die Kommentarfunktion, um uns Ihre Wünsche mitzuteilen. Das Leitthema, die Themenschwerpunkte und die Vortragstitel werden im 1. Quartal 2019 ausgearbeitet. Wenn Sie an Neuigkeiten aus unserem Haus interessiert sind, informieren Sie sich gern über unseren NEWS-Blog. Rechtsseitig können Sie sich auch einfach zu unserem Newsletter anmelden, dann sind Sie definitiv immer auf dem aktuellsten Stand der DOK NEWS.

Resümee DOK FORUM 2018

In 13 thematisch vielfältigen Vorträgen gaben die Experten unserer für das DOK FORUM 2018 gewonnenen Partnerunternehmen Einblicke in die Vielfalt der aktuellen und zukünftig schon bzw. potentiell möglichen digitalen Lösungen und Prozesse. Hier die Quintessenz der Vortragsinhalte.

„Customer first“ und Hands-on-Mentalität für Projekte mit Mehrwert

Ein Ignorieren wird schon mittelfristig gar nicht mehr möglich sein, aber auch ein „Alles ist möglich und muss gemacht werden“ ist kein praktikabler Weg. Es ist – wie mehrere Experten in ihren Vorträgen vermittelten – entscheidend, was die einzelnen Unternehmen und/oder deren Kunden wirklich brauchen. Aktuell geht es in vielen Digitalisierungsprojekten der Partnerunternehmen des DOK FORUMs oft noch um gemeinsames experimentieren bzw. um das Ausloten mit ihren verschiedenen Kunden, wo der jeweilige Weg hingehen kann und hinführen soll. Wie man mit Co-Innovationen z. B. schnelle digitale Businesslösungen umsetzen kann, beschrieb die
T-Systems und belegte dies auch mit vielen aktuellen Beispiel-Projekten. Viele Referenten sind der Meinung, dass Digitalisierungsstrategien und -projekte von den Technologie-Spezialisten und Unternehmen zusammen erarbeiten werden sollten; auch durch eine gemeinsame kundenspezifische Entwicklung und Forschung. Ein tiefes Verständnis der neuen Technologien und Möglichkeiten sowie das unternehmensindividuelle Geschäftswissen seien die entscheidende Basis für eine zukunftsweisende, erfolgreiche Umsetzung Digitalisierungsprojekten. An Use Cases aus bereits umgesetzten und besonders auch aus Innovations- und Pilotprojekten im Umfeld der Digitalisierung fehlte es in keinem Experten-Vortrag, hier ein paar Auszüge:

  • Unterstützende „Experten“ im Alltag: Smartwatches; smarte Datenhandschuhe; Smart Glasses zur Anleitung, Kontrolle, Übermittlung von Arbeitsabläufen; A(ugmented)R(eality) zur Selbstanleitung, Schulung und für den Expertenkontakt; smarte Kopfhörer hören auch zu und übersetzen das Gehörte live in eine von 40 Sprachen
  • Einfache Durchführung von Abhol-, Wartungs-und Lieferprozessen per IoT Service Button
  • Biometrische Identifikation: Über ein personenindividuelles Kardiogramm oder via Venen-Scan (Datenarmband) öffnen sich Türen, Geräte, Applikationen ohne Schlüssel/Chipkarte, Username/Passwort
  • Instrumente zur verbesserten Kundengewinnung und -bindung: Kontakt auf einer Vielzahl von Kanälen – Sprach-, Video-, E-Mail-, Chat-, SMS-, Web-, Mobiltelefon- und Social-Media-Optionen – im spontanen Wechsel je nach Bedarf (von Multichannel- zu Omnichannel-Erlebnissen)

Besonders interessant war z. B. das vorgestellte Angebot eines Start-ups, das IoT für Imker anbietet. Das „Babyphone“ für Bienen, ein Monitoring Sensor-System (BeeAnd.me) im Bienenstock, das deren Gesundheitszustand ermittelt. Das funktioniert mit Hilfe einer Stockwaage und einem enthaltenen Mikrofon, das mit Hilfe von aufgenommenen Geräuschmustern das Wohlbefinden der Bienen analysiert. Zur Übertragung der Daten wird Narrowband-IoT genutzt und eine Künstliche Intelligenz (KI) lernt über die Algorithmen-Auswertung der kontinuierlichen Geräuschdatenübertragung, welche Bedeutung die verschiedenen Geräusche der Bienen haben. So kann beispielsweise ein Bienensterben mit Predictive Analytics vorhergesagt und verhindert werden. Eine von vielen, neuen IoT-Anwendung, von denen auch andere Branchen lernen können.

Es laufen aktuell viele derartige (Test-)Projekte, die sich in den verschiedensten Entwicklungsstadien befinden. Dabei sei es auf jeden Fall sinnvoll, besonders bei neuartigen Digitalisierungspro-jekten mit kleinen Teilaufgaben und -investitionen zu starten und diese Schritt für Schritt zu einem stetig wachsenden Gesamtprojekt auszubauen. Agilität sei ebenfalls ein entscheidender Faktor. Jedes Digitalisierungsprojekt ist anders; kleine Schritte und ein agiles Vorgehen sind der Weg zu einem risikominimierten Erfolgsergebnis. Es gilt im ersten Schritt diejenigen Digitalisierungsprojekte zu betrachten und auszutesten, die dem eigenen Unternehmen den Weg in die Zukunft ebnen und neue unternehmensindividuelle Wege aufzeigen, die Wettbewerbsvorteile sichern. Es gibt dabei viele Herausforderungen und viele Chancen. Die Anforderungsmatrix in solchen Gesamtprojekten sei dabei sehr umfassend. Bei der Prozessoptimierung z. B. gehe es nicht nur um den digitalen Arbeitsplatz. Kernprozesse, auch in Bezug auf das ganze Unternehmen, müssen angefasst, optimiert und digitalisiert werden. Ziel sollten, laut Computacenter, die verschiedene Lösungen und Erfahrungen zu Geschäftsprozessen im digitalen Büro für Verwaltung und Industrie vorgestellt ha-ben, medienbruchfreie Geschäftsprozesse sein. Unternehmensbezogene gesamtheitliche Lösungen seien das A&O der digitalen Transformation.

Kerngeschäft Kommunikation – digitale Verbindung Menschen + Dinge + Daten

Alles läuft laut der Experten auf eine möglichst nahtlose Kommunikation und Collaboration zwischen Menschen und Maschinen über Daten hinaus. Schon heute unterstützen uns Maschinen ergänzend bei Kommunikationsaufgaben (z. B. Chatbots), wie Avaya im Vortrag zur „Workflow Automatisierung für das IoT Ecosystem“ genauer darstellte. Gefragt seien Echtzeitinformationen für schnellere und bessere Reaktionen. Geht es den Schokohasen schlecht (veränderte Farbe (Bildauswertung) bzw. Temperatur (Sensorauswertung)), reagiert die künstliche Intelligenz (KI) und senkt die Umgebungstemperaturen. Auch hierbei ist es wichtig zu verstehen, welche Daten aus den Datenmassen für das eigene Unternehmen interessant sind, um Lösungen zu finden, IoT und KI mehrwertgenerierend zu entwickeln und einzusetzen. Insgesamt verwachsen Herstellerproduktionsbereiche mit Verwaltungsteams per Work Stream Collaboration, d. h. verschiedene Teams arbeiten über den ganzen Herstellungsprozess zusammen. 

Moderne Collaboration-Lösungen bieten besonders den Menschen vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten, die ihre Tage nicht am Schreibtisch verbringen (es wurde im Mitel-Vortrag zu modernen Collaboration-Lösungen die Zahl von 2.7 Mrd. deskless worker weltweit (80 %) genannt). Neue Computerplattformen wie Smartphones, Wearables und Drohnen sind ideal, um die Anforderungen von Deskless-Mitarbeitern gezielt umzusetzen. Sie sind leistungsfähig, programmierbar und portabel. Das macht sie zu einer perfekten Lösung. Diese Optimierung der Arbeitsprozesse steigere nicht nur die Erträge, sondern auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Alle nutzen letztendlich ein System, sind in Echtzeit und synchron miteinander verbunden. Geschwindigkeit und Einfachheit sind dabei laut dem Experten von Mitel wichtige Schlüsselfaktoren, um die Akzeptanz zur Nutzung bei den Usern zu erhöhen. Es gehe um einen agilen Workflow für eine nutzerorientierte und -zentrierte Entwicklung funktionstüchtiger Prozesse und Prototypen, bei dessen Entwicklung und Umsetzung man den Anwender mitnimmt. Auch diesmal wurde in vielen Vorträgen deutlich, dass das Thema Akzeptanzmanagement – im Sinne „Den Wandel begleiten“ und IT Marketing  - im Sinne „IT positiv besetzen“ - ein wichtiger Aspekt bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten ist, den man immer im Blick haben sollte.

Für den Einsatz von KI zur intelligenten Kommunikation und zur Datenvorfilterung lieferte Microsoft mehrere Beispiele in deren mit Logitech zusammen gehaltenen Vortrag. Aus dem MS Kognitive Services ist z. B. die Gesichtserkennungssoftware, die es möglich macht, Meeting-Videos nach bestimmten Personen zu durchsuchen, um relevante, von diesen mitgeteilten Informationen wie-derzufinden, zu nennen. Auch Sprachservices, die vorlesen bzw. Mitschnitte eines Meetings wiedergeben, und Übersetzungsdienste sind schon nutzbar. MS Bot Services für Anleitungen und Umfragen oder MS Machine Learning fallen ebenfalls in die angebotenen Dienste. Für einen KI-Einsatz sei die Datenbasis dabei der absolut relevante Faktor. Direkt in Prozesse eingebundene KI unterstützt heute bereits an vielen Stellen bei der gezielten Auswertung und Nutzung der Datenmengen. Der Mensch kann die Datenflut, da war man sich einig, allein nicht mehr verarbeiten. „Daten sind das neue Gold“, laut Aussage des Cisco-Referenten, der Kinetic System Smart City Solu-tions vorstellte und per Beispiele ausführte, was eine Stadt smart macht, wobei je nach Stadt un-terschiedliche Bedürfnisse zugrunde liegen. Es eröffnen sich dafür viele Use Cases, z. B. für eine gezielte Verkehrssteuerung, das Smart Parking per Parkraumbewirtschaftung mit Boden oder Videosensoren über eine Smart City Plattform, Bewegungsmelder gesteuerte Gehwegbeleuchtung, eine gezielte Abfallentsorgung (etc.). Smart werde eine Stadt dann, wenn sie verschiedene Sensor-Aktor-Welten miteinander drahtgebunden oder drahtlos vernetzt und über ein geeignetes Managementsystem Entscheidungen in Echtzeit getroffen werden können.

Dass Daten und deren gezielte Analysen ein Zukunftsmarkt sind, machte auch der Vortrag zur Big-Data-Nutzung bei der Tour de France des Dimension Data Experten deutlich. Deren Live-Tracking- und Datenanalytik-Lösung, ermöglicht den Radsportfans und den Medien den Zugriff auf einen Second Screen Content mit zusätzlichen Live-Daten. Diese werden jedes Jahr um verschiedene Datenangebote erweitert und erhöhen so kontinuierlich die direkte Fan Experience. Um das Ganze umzusetzen, wurde vorab die gesamte Strecke über eine Sammlung von GPS-Daten (über 150 Mio. Datenpunkte pro Etappe) digitalisiert. Während des Rennens wird das Fahrrad über einen GPS-Transponder im Sattel zum mobilen IoT Device, das im Sekundentakt GPS-Ortungspunkte erfasst. Die Fahrräder kommunizieren untereinander und mit dem nächsten Motorrad, das wiederum mit einem Hubschrauber kommuniziert und dieser mit einem Big-Data-Truck bzw. in diesem Jahr direkt mit der Cloud (vom Truck wurde nur noch die Kontrolle durchgeführt). Der Einsatz der Cloud ermöglicht, dass die technischen Teams, ausgestattet mit neuesten digitalen und virtualisierten Workplace-Technologien, örtlich flexibel über mobile Collaboration-Hubs zusammenarbeiten. Aus der Cloud gehen die Informationen dann zu den Fans. Auf Basis der Daten und der Fernsehbilder werden die Geschwindigkeit der einzelnen Fahrer und die relative Entfernung berechnet. Eine Kombination mit weiteren Daten von Dritten ermöglicht es zudem, auch Steigungen, Höhenmeter, Wetter und 3D-Mapping in die Analysen miteinzubeziehen. Zudem sorgen maschinelle Lernalgorithmen, in die auch historische Daten eingebunden werden, für verschiedenste Vorher-sagen zum Rennverlauf. Das Interesse der Zuschauer, besonders bei den Digital Natives, die per Social Media folgen, und bei den Sponsoren ist durch das Second Screen Daten- und Analysean-gebot enorm gestiegen. Dieses und weitere Beispiele ermöglichten auch anderen Branchen den Einblick, dass ein Zusammenspiel modernster Technologien und Infrastrukturen zur sensorischen Messung, Sammlung, schnellen Übertragung und Auswertung großer Datenmengen viele neue Echtzeiteinblicke in und Vorhersagen zu Ereignissen, Abläufen und Zusammenhängen erlauben, die wiederum gezielte Aktionen und Reaktionen ermöglichen. Insgesamt wurde deutlich, dass neue digitale Technologien und smarte Endgeräte die Entstehung völlig neuer Angebote erlauben und zudem vielfältige neue Kontaktpunkte und Schnittstellen zu anderen Angeboten schaffen können.

Den digitalen „Raum“ gemeinsame gestalten in einem (IoT)-Ökosystem

Zukünftig gehe es, den Aussagen verschiedener Experten folgend, nicht mehr um die Umsetzung einzelner unabhängiger Anwendungen oder das Angebot geschlossener digitaler Ökosysteme (wie z. B. die Apple-Welt), sondern um den Aufbau dynamischer, vernetzter, offener (IoT-)Ökosysteme, in denen unterschiedlichste Anwendungswelten zusammenwachsen. Die Anbindung aller Stake-holder z. B. über eine Plattform für multiple Anwendungen mit offenen Schnittstellen zu Drittanbie-tern, um Datensammlungen per Regelwerke verknüpfbar und für viele, z. B. über eine App, zu-gänglich zu machen, sei aktuell ein erfolgreicher Weg. Die Agilität der digitalen Welt erfordere das Aufbrechen von Silos und zudem viele neue Fähigkeiten und Vorgehensweisen bei der Umsetzung. Komplexe Kooperationen werden erforderlich; innerhalb eines Unternehmens und besonders auch zwischen den verschiedensten Unternehmen. Unterschiedliche geschlossene Systeme aus Prozessen, Lösungen und Geräten innerhalb der Unternehmen sollten zusammen waschen. Unterschiedlichste Partnerschaften zwischen verschiedensten Spezial-Anbietern/-Herstellern, wie z. B. den Netzbetreibern, Infrastruktur-Dienstleistern, Technologie-Herstellern, Cloud-Service-Providern, Softwareanbietern, Analyse-Dienstleistern seien erforderlich, um zukunftsfähige (IoT-) Ökosysteme zu ermöglichen. Auch über die Zusammenarbeit mit Gesetzgebern, Verbänden, Gremien, Sicherheitsdienstleistern etc. sollten notwendige Rahmenbedingungen/Standards geschaffen und gesamtheitliche Lösungsstrategien gemeinsam gesucht und gefunden werden. Dabei sind IT- und Cyber-Security sowie Datenschutz und -sicherheit kritische Faktor für die Zukunftsfähigkeit der Angebote. Eine offene Anbindung (z. B. offene IoT-Ecosysteme) und eine Zusammenarbeit seien zukunftsentscheidend, um die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und IoT-Angebote vorantreiben könnten. Es zeigte sich in vielen Vorträgen, dass Anbieter aktuell ihre Systeme bereits öffnen und es möglich machen, andere Systeme zu integrieren/anzubinden. Letztendlich seien Kooperationen ein guter Weg, Dinge nicht nur anzuschieben, sondern Win-Win-Situationen zu schaffen und in kürzerer Zeit größere Schritte zu bewältigen, die langfristig Bestand haben.

Glasfasernetze, 5G und andere innovative Lösungen als Erfolgsgrundlage

Höhere Bandbreite mache laut vortragendem Vodafone Experten Unternehmen nachweislich erfolgreicher und Städte attraktiver; doch beim Glasfaserausbau sei Deutschland die digitale Nachhut in Europa. Noch immer warten lt. verschiedenen Pressemitteilungen ca. 20.000 Betriebe auf die für sie so überlebenswichtige Internet Anbindung mit ausreichender Bandbreite. Es gibt unterschiedliche Varianten des Glasfaserausbaus, von eigenwirtschaftlichen zu gefördertem oder in Kooperationen durchgeführtem Ausbau bis zum Ausbau unter Einbindung von Funk. Ein schnelleres und kostengünstigeres Verlegen von Glasfaseranschlüssen erfolgt zudem z. B. auf öffentlichem Grund durch Nano Trenching (Fräsen). Da steht allerdings auch die Frage der Langzeitstabilität im Raum, welche oft in Konflikt zu einem schnellen Vorgehen steht.

Zudem soll 5G ab 2020 einsatzfähig sein und bereits etablierte 4G-Technologien würden in 5G-Infrastrukturen übernommen. Ein Narrow Band IoT Development Kit ermögliche z. B. eine schnelle Verknüpfung eigener Sensoren. Technologien zur Anbindung von Sensoren für eine schnelle IoT-Umsetzung gibt es schon einige wie z. B. Narrowband IoT(LPWA), LoRaWAN. Ein Beispiel für den Einsatz von „LoRa(LongRange)WAN“ auf öffentlich verfügbaren Frequenzbändern als innovative Basis für lokale Smart Campus Lösungen ist der WISTA Technologiepark Berlin Adlershof. Diese Umsetzung wurde im Vortrag von 1&1 Versatel genauer ausgeführt. LoRaWAN ist ein lokales Funknetz mit einer hohen Reichweite, das besonders wirtschaftlich sei. Das System sei Ende-zu-Ende verschlüsselt nach dem hochsicheren Standard AES. Eine individuelle Nutzung des Funknetzes, der Sensoren, könne je nach Kundenbedarf erarbeitet werden. Bei der Umsetzung solcher Projekte seien die Möglichkeit von Partnerschaften und die Offenheit der Systeme ebenfalls wichtig, um zukunftsfähige langfristige Erfolge umzusetzen.

Innovatives WLAN ist laut DMK-IT-Solutions der „Klebstoff“ für intelligent vernetzte Städte der Zukunft, die ein datenbasiertes Management bzw. eine Steuerung der Stadt per Echtzeit-Informationen/-Reaktionen (z. B. im Bereich Umwelt, Verkehr, Energie oder für die Verwaltung und Sicherheit) anstreben. Die Beschreibung eines Projektes in Düsseldorf mit der Lösung „wificloud.one“ (Vortrag von LANCOM Systems/DMK-IT-Solutions) hat gezeigt, wo es in Bezug auf zentralisierte Steuerung hingehen kann. wificloud.one wird als eine leistungsstarke, cloudbasierte WLAN-Gesamtlösung beschrieben, die den Datenverkehr von Public- und Intranet-Netzwerken zentralisiert steuern kann. Sie bietet eine nutzerfreundliche Verwaltungsplattform, die multi-mandantenfähig ist, eine initiale Rollout-Desktop-Software sowie ein ausführliches kundenspezifi-sches Echtzeit-Monitoring und viele weitere Features. Eine SDN-Rollout-Funktion ist integriert. Diese Lösung ermöglicht eine einfache standort- und betreiberunabhängige Verwaltung und Steu-erung von WLAN- und WLAN-Hotspot Lösungen. Aber es gebe auch hier noch viele Stolpersteine, bevor Smart Cities Alltag werden. Vorhandene und nicht vorhandene rechtliche Vorgaben und IT-Sicherheitsrisiken (z. B. Cloud-Nutzung ohne Beibehaltung der digitalen Souveränität) sorgten z. B. für Unsicherheiten.

Aktuelles Fazit aller vortragenden Experten:

„Der Weg führt nicht zurück – es geht nicht mehr ohne Digitalisierung.“

 

 

Durch die diesjährige Veranstaltung führte als Verantwortlicher des DOK FORUMs wieder, nun bereits im 6. Jahr, Dipl.-Ing. Felix Fehlau (Bildmitte). Die auf dem Bild ebenfalls zu sehenden Experten der DeTeWe (Frau Christiane Weber / Herr Armin Brüske) stellten in Ihrem Vortrag verschiedene Online Services für Bankkunden vor, unter anderem aktuelle Beratungsmöglichkeiten per Video-Chat und die Online-Kontoeröffnung per Video-Ident.

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