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DOK FORUM 2017 - Tag 1

Software-defined Networking (SDN)

Ethernet- oder MPLS-Festverbindungen werden den dynamischen Netzanforderungen immer weniger gerecht. Reaktionszeiten, Paketlaufzeiten, Jitter und Paketverluste nehmen dramatisch zu. Das Software-defined Networking (SDN) beschreibt deshalb einen völlig neuen Ansatz in der Netzarchitektur. Die Betreiber sehr großer Data-Center haben die Funktionsfähigkeit von SDN bereits erfolgreich nachgewiesen.

Der Vortrag "Software-defined Networking  (SDN) - Neuer Ansatz in der Netzarchitektur" von Prof. Dr. Gerd Siegmund will deutlich machen, dass es sich bei SDN nicht um irgendeinen weiteren modischen Hype handelt. Das aktuelle Problem: Mit VoIP und IoT werden die Netze mit einer sehr großen Zahl sehr kleiner Pakete belastet. Die Auslastung der Netze steigt dadurch viel stärker, als von der Bandbreite her zu erwarten wäre. Die Reaktionszeiten werden immer weniger vorhersagbar, Paketlaufzeiten, die Varianz der Laufzeiten (Jitter) und die Paketverluste nehmen zu. Die Ursache: Immer mehr und immer komplexere Protokolle versuchen, die Datenpakete anhand der Zieladresse durch das Netz zu transportieren. Die Vielzahl komplexer Protokolle und unabhängiger Adressierungsmechanismen kosten allerdings mehr und mehr Performance. Allein die Management-Protokolle verursachen bis zu 30 % der Netzlast.

Das klassische Routing hat ausgedient

Klassische Ethernet- oder MPLS-Festverbindungen basieren auf fest eingestellten Eigenschaften. Deshalb fehlt es an der notwendigen Granularität, um den dynamischen Veränderungen im Netz gerecht zu werden. Gleichzeitig erfordern Cloud-Anwendungen, der Transport von Echtzeitinformationen und die Virtualisierung vieler Funktionen immer schnellere Reaktionszeiten. Bei immer schnelleren Transportleitungen bleibt dagegen immer weniger Zeit für das klassische Routing. Die strikte Trennung von Layer-2- und Layer-3-Mechanismen, die begrenzte Sicht der Router und Switche mit völlig anderen Mechanismen für die Wegewahl und die Festverbindungen zwischen den Standorten verhindern durchgängige End-to-End-Konzepte und eine ausreichende Garantie für die Qualität der Anwendungen.

„The End of the Internet“

Das Software-defined Networking bietet einen völlig neuen Ansatz für die Netzarchitektur. Mit SDN werden die alten Grundsätze des sich selbst regulierenden, dezentralen Internets aufgegeben. Es kann als das Tabula rasa des Internets bezeichnet werden. Mit SDN werden Datenkanal und Netzsteuerung getrennt, der Netzstatus wird überwacht und erstmals eine Rückkopplung innerhalb des Netzes ermöglicht.

Mit TeraStream setzt auch die Deutsche Telekom ab 2018 auf ein SDN. Dadurch wird die Komplexität reduziert und ein drastisch vereinfachtes IP-Netz umgesetzt. Sämtliche Netzwerk-Aspekte im WAN werden virtualisiert, einschließlich der Subnetze über weltweit verteilte Standorte. Der Vortrag soll im Detail erläutern, wie die neue Netzwerkarchitektur den Betrieb und die Administration der Netze revolutioniert.


Felix Fehlau |
Senior Expert Consultant

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