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DOK FORUM 2017

Rückblick - schneller, weiter, höher ... gut

 

Auch in diesem Jahr war das DOK FORUM ein voller Erfolg und ist zudem erneut gewachsen. Das Interesse an der Teilnahme – sowohl bei den Endkunden als auch bei den DOK FORUMs Partnern – war groß. Insgesamt haben sich mehr als einhundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die neuesten Technologie- und Markttrends im ITK-Umfeld informiert und ausgetauscht.

Während im letzten Jahr All-IP als Leitthema viele Besucher angezogen hat, wurde der Themenbogen zum diesjährigen Leitsatz „TK und IT – Quo vadis?“ weiter gespannt, da viele aktuelle Highlight-Themen die ITK-Branche 2017 bewegten und auch in den nächsten Jahren noch bewegen werden. Die über zwei Tage verteilten 12 Vorträgen boten einen Überblick über eine Vielfalt an interessanten Trends und Lösungen aus dem ITK-Umfeld. Schwerpunkte wurden dieses Jahr im Bereich Netzwerk, Security und Workplaces gesetzt. Ziel war es wegweisende Architekturen und Applikationen dem Endkunden näher zu bringen und zukünftige Entwicklungen greifbarer zu machen.

Schon die Keynote von DOK SYSTEME Geschäftsführer Dr. Jan Steuer und DOK FORUMs Ver-antwortlichem Felix Fehlau hat deutlich gezeigt, dass die ITK-Branche durch die immer schneller fortschreitende Digitalisierung in vielen Bereichen starke Veränderungen erlebt. Wie die Endkunden müssen alle Marktbeteiligten zukünftig immer schneller auf neue Entwicklungen reagieren oder  besser noch vorausschauend agieren. Die Digitalisierung gibt den Taktschlag vor; deren Möglichkeiten und Umsetzbarkeit bestimmen die Zukunft im ITK-Umfeld. Dabei geht es nicht mehr um den ITK-Markt Deutschland allein. Konsolidierung in Europa und auch weltweit sind Schritte, die es zu gehen gilt und die auch vielfach schon gegangen werden.

 

Internationalisierung - Weg der Zukunft in vielen Bereichen

Dies machte auch der Vortrag der T-Systems deutlich. Ziel der Telekom seien High End International SIP Services für international homogene Prozesse aus einer Hand. Als weiteres Beispiel realisiert der Zusammenschluss führender internationaler Telekommunikationsunternehmen – der Next Generation Enterprise Network Alliance (ngena) – auf Basis eines „Partner-Weltnetzes“ ein neues Geschäftsmodell der globalen Netzdienstverfügbarkeit über Smart SD-WAN. Virtual connect - hoch performant und stabil, aber auch schnell und agil.

Netzwerke neu denken - Keep the network simple als Maß der Dinge

Software Defined Network (SDN) ist die Voraussetzung für derartige Angebote. Der neue Ansatz der Netzarchitektur wurde im Vortrag von Gastreferent Prof. Dr. Siegmund detailliert erläutert. Die Art des Netzverkehrs ändert sich, die Anforderungen steigen, besonders extrem durch Industrie 4.0 und das „Internet of Things“ (IoT). SDN biete dabei mehr Leistung, verlässliche Netzeigenschaften und eine bessere Anpassung an den aktuellen Datenverkehr durch die Trennung von Daten und Steuerung. Konsolidierung in allen Bereichen und Performance-Steigerung von durchschnittlich 35 % auf durchschnittlich 95 % seien möglich. Eine Technik, die am Anfang ihrer Entwicklung steht, aber konsequente Schritte der Virtualisierung über alle Netze hinweg ermöglicht. Entscheidend sind zudem – wie viele Referenten hervorhoben - innovative Cloud-Technologien und die Virtualisierung des Netzwerks (Network Functions Virtualization / NFV).

Intuitive Oberflächen basierend auf der SDN-Technologie verwalten, auch den Ausführungen von LANCOM folgend, zukünftig zentral Netzwerke jeder Größenordnung sicher und hochverfügbar. Basierend auf den Anforderungen der Kunden werde z. B. die Konfiguration aller beteiligten Netz-werkkomponenten vollautomatisch errechnet und ausgerollt. Die Vernetzung aller Netzinfrastruktur (WAN, LAN und WLAN), aller Geräte und Services ermögliche eine Steigerung der Effektivität und Effizienz. Dabei sollen bis 2020 „92 % des Datenverkehrs in Rechenzentren Cloud-Traffic sein“ laut Thomas Molter von 1&1 Versatel. Cloud Computing ist ein zentrales Thema beim Fortschreiten der Digitalisierung. Unsicherheitsfaktoren, wie die kaum vorhandene Kontrollierbarkeit und die hohen Latenzzeiten, seien hierbei jedoch nicht zu unterschätzen. Eine Lösung: Public-Cloud-Angebote über ein privates Netz per Direktverbindung anbinden. Dies gewährleiste eine hohe Sicherheit, Zuverlässigkeit, Kontrollierbarkeit, niedrige Latenzzeiten und Kosteneinsparungen.

Mit den verschiedenen Architekturansätzen wie SDN und HyperConverged bis hin zur Cloud lässt sich der Umbruch in der IT proaktiv gestalten. Dabei wird die Performance der Netze die Zukunft der Möglichkeiten der Geschäftsmodelle bestimmen.

IT-Sicherheit als besondere Herausforderung

„Cyber Security betrifft alle gleich!“ (NTT Security, Patrick Schraut) Angriffe verhindern könne man in heutigen Zeiten nicht mehr, sie gehören in vielen Firmen zum Alltag. DDOS-Attacken kann man z. B. sogar schon im Internet bestellen. Es gelte nun Verwundbarkeiten zu managen und zwar mit dem Ansatz: Prevent, Predict, Detect, Respond. Umdenken sei wichtig. Sicherheit gehe vor Nicht-Verfügbarkeit, denn der Schaden eines durchgegangenen Cyber-Angriffs ist zumeist weitaus höher, als der einer nicht erhaltenen Nachricht. Letztendlich habe jeder einzelne Mitarbeiter im Unternehmen die Verantwortung für das Gelingen einer höchstmöglichen IT-Sicherheit.

Moderne Kommunikation leben – Sprache als zukünftige Verbindung zur Technik

Laut Mitel können Kunden aufgrund ineffizienter oder uneffektiver Kommunikation bis zu 9.300 € pro Mitarbeiter und Jahr verlieren. Nur UCC, Cloud und IoT zusammen würden die Digitale Trans-formation vorantreiben. „Die Cloud ist die neue Norm. Die Cloud ist das Netzwerk.“ Die zukünftige Verbindung zur Technik werde dabei immer mehr über die Sprache erfolgen. Es ist die Rede von 20 Milliarden IoT-Geräten und 450 Millionen Voice-Endpunkten. Sprachsteuerung sei bereits om-nipräsent im komplett vernetzten Multi-Device-Alltag und der Trend würde sich durch Künstliche Intelligenz (KI) und Deep Learning Technologien verstärken.

Team Collaboration auf Basis vielfältiger UC-Funktionalitäten (Instant Messaging, Telefonie, Voice Mail, Audio / Video / Web Conferencing) ist die Zukunft moderner Kommunikation dem Vortrag von Computacenter und Microsoft folgend. Entscheidend sei hierbei die Akzeptanz und Usability - einfach und intuitiv muss Zusammenarbeit sein. Jeder solle über alles den Überblick und auf (fast) alles den Zugriff haben. Das sieht Jörg Klein von Cisco etwas anders: Nicht jeder müsse alles wissen, aber jeder braucht in Echtzeit die richtige Information am richtigen Ort in der richtigen Form, um seine Arbeit effektiv und effizient und zudem immer schneller zu erledigen. Das ist um-setzbar mit entsprechenden digitalen Workplaces. Auf jeden Fall hieße es: „Go digital or die“. Und ohne Cloud-Nutzung seien viele Geschäftsfelder gar nicht umsetzbar. Die Offenheit des Systems sei zudem entscheidend, alle Arten von Devices müssen integrierbar sein und die Usability auf allen Geräten gleich.

Aber auch Face-to-Face-Kommunikation verliert nicht ihre Bedeutung wie der Vortrag von Atos beweist. Selbst wenn der Rundum-Einsatz von Digital Workplaces sowie Chat-Bots (textbasierte Dialogsysteme (Software/Dienst) / (virtuelle) Kommunikationsroboter) das morgen bestimmen werden, lasse sich die Zufriedenheit der Kunden über einen direkten Austausch von Mensch zu Mensch weiterhin steigern. Chat-Bots sind in der Telefonkommunikation auch laut Avaya die Zukunft für viele Einsatzszenarien; z. B. in der Kommunikation mit Menschen oder bei der reinen Kommunikation Maschine zu Maschine. Automatisierte Prozesse, visuelle Workflows, effizientes Zusammenarbeiten sowie die Integration verschiedenster Geschäftsanwendungen (wie z. B. ERP-Systeme) sind zukünftig hierbei zu bewältigen. Letztendlich entscheidend seien aber immer die realen Anforderungen des Kunden bzw. der Einsatzzweck.

IoT – Gegenwart und Zukunft

Mit vielen heute schon allgegenwärtigen Beispielen zeigte Vodafone, als ein Global Top Player im IoT-Umfeld, wie IoT zum Enabler neuer Prozesse und Geschäftsmodelle wird. IoT sei dabei nur Wegbereiter – z. B. als Lieferant der Datenbasis – für verbesserte bzw. neue Geschäftsfelder und kein Selbstzweck. IoT wird aber deren Art langfristig verändern. Möglich sind z. B. Optimierungen der Auslastung, Reduzierung der Kosten, Verbesserung der Sicherheit, Prozessautomatisierungen, Aufbau neuer vernetzter Lösungen etc. Die technische Vielfalt steige 2020 mit dem Einsatz von 5G. Nur so seien IoT und Industrie 4.0 letztendlich langfristig erfolgreich realisierbar und Ende-zu-Ende-Lösungen für neue Services stringent umsetzbar.

Zusammengefasst: Es eröffnen sich den Kunden durch die Digitalisierung ganz neue Geschäftsfelder. Diese erfordern immer schnellere Reaktionszeiten, höhere Performance, weitergehendes Know-how sowie einen bedarfsgerechten Ausbau.

Zu guter Letzt – ein weiterer Blick in die Praxis

Der Bericht von ONTRAS Experte Dr. Mario Lochmann hat gezeigt wie durch den Aufbau eines Carrier Ethernet (CE) auf Basis vorliegender ONTRAS-Infrastrukturen und relevanter betriebsspezifischer, rechtlicher und sicherheitstechnischer Anforderungen eine langfristig funktionsfähige Netzinfrastruktur in diesem KRITIS-Unternehmen geschaffen wird. Wichtige Ziele sind hierbei die Reduktion der Komplexität und Aufwände sowie die Erhöhung der Informations- und IT-Sicherheit. Ein hervorzuhebender Punkt ist die gewählte Umsetzung der „sauberen“ physischen Trennung der Netze von Büro-IT und Prozess-IT (Produktion) bei gleichzeitiger Vereinheitlichung der gesamten WAN-Technologie.

Fazit

Die hohe Besucherzahl und das sehr positive Feedback der Besucher und Aussteller bestätigen das Konzept der Veranstaltung. DOK SYSTEME ist mit der diesjährigen Veranstaltung sehr zufrieden. Wir werden alles daran setzten, diese Qualität auch in den nächsten Jahren  zu halten, um allen interessierten Endkunden zusammen mit unseren DOK FORUMs Partnern ein rundum gelungenes, hoch informatives Event anzubieten.

Wir hoffen, viele Teilnehmer(innen) im nächsten Jahr wiederzusehen bzw. neue interessierte Be-sucher persönlich vor Ort begrüßen zu dürfen, um auch Sie vom Mehrwert unseres ITK-Branchentreffs überzeugen zu können. Bereits jetzt laufen erste Planungen für das DOK FORUM 2018. Der Termin ist auf den 17. und 18. Oktober 2018 festgelegt. Da auch das Feedback zum Novotel Hannover, in dem in diesem Jahr erstmals das DOK FORUM ausgerichtet wurde, durchweg gut war, nehmen wir unsere Kunden beim Wort und werden diesen Veranstaltungsort auch 2018 wieder nutzen. Wer als Partner oder Gast teilnehmen möchte, möge sich den Termin doch schon einmal vormerken.

Was bewegt Sie in der ITK-Branche? Nutzen Sie die Kommentarfunktion, um uns Ihre Themenwünsche mitzuteilen.

Weitere Neuigkeiten erfahren Sie ab nächstem Jahr z. B. über unseren NEWS-Blog bzw. den Newsletter, zu dem Sie sich hier einfach anmelden können (s. Anmeldeformular rechts oben).

 

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Dieser Beitrag wurde verschlagwortet mit: All-IP, Collaboration, Collaboration Tools, DOK FORUM, DOK NEWS, Netze, SDN, UCC

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