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Auf dem Weg zu Windows 10?

Herausforderungen nicht unterschätzen


Wenn Sie diese Frage für sich mit „Ja“ beantworten können, dann befinden Sie sich wahrscheinlich unter den ca. 85 Prozent der Unternehmen, die laut einer Gartner-Umfrage noch in diesem Jahr die Migration auf das Betriebssystem Windows 10 durchführen wollen. Für viele Unternehmen sind die Sicherheitsvorteile und eine optimierte Cloud-Integration die wichtigsten Gründe. Ein großer Teil der Unternehmen unterschätzt allerdings die Herausforderungen dieser Umstellung und die damit verbundenen Veränderungen der Betriebsabläufe.

Vergleicht man den Einführungsprozess von Windows 10 mit seinem ernstzunehmenden Vorgänger Windows 7, dann wird diese aktuelle Windows-Version in Unternehmen deutlich schneller eingesetzt. Offensichtlich hat Microsoft „seine Hausaufgaben“ gemacht und kann die Entscheider in den Unternehmen deutlich schneller zu einem Wechsel bewegen als dies noch von Windows XP zu Windows 7 der Fall war.

Laut Gartner sind neben den verbesserten Sicherheitsfunktionen und der Cloud-Integration auch die Verfügbarkeit einer identischen Betriebssystem-Version auf unterschiedlichsten Endgeräten wie Convertible-Notebooks, Thin Clients oder Stick-PCs bis hin zu einer optisch vergleichbaren Version für die Terminal-Server-Funktion des Windows Servers 2016 ausschlaggebend. Im mobilen Einsatz auf Notebooks geht Windows 10 schonender mit der Akkukapazität um und erreicht dadurch deutlich längere Batterielaufzeiten.

Neben diesen im Unternehmenseinsatz wichtigen neuen Funktionen übt Microsoft jedoch auch einen gewissen Umstellungsdruck aus: Das Support-Ende von Windows 7 ist für das Jahr 2020 angekündigt; bereits ab November dieses Jahres dürfen keine Geräte mit vorinstalliertem Windows 7 mehr ausgeliefert werden. Soll Hardware für eine bestehende Betriebssystemumgebung auf Basis von Windows 7 nachbeschafft werden, stehen die Unternehmen vor dem Problem, dass in Verbindung mit den neuen CPU-Generationen, z. B. von Intel, keine Treiber mehr für das Betriebssystem Windows 7 gestellt werden.

Betrachtet man diese verschiedenen Aspekte, so lässt sich ganz gut ableiten, dass es für Unternehmen im Grunde kaum Möglichkeiten gibt, sich dem Wechsel zu Windows 10 zu entziehen. Wenn Sie also noch nicht konkret mit den Vorbereitungen begonnen haben, dann sollten Sie das Thema bald auf Ihre Agenda setzen. Das gilt umso mehr, da man oberflächlich betrachtet, den Eindruck gewinnen kann, es handele sich nur um einen erneuten Wechsel wie man ihn von Windows 7 bereits kennt.

Dynamik als neue Herausforderung im Einsatz von Windows 10

Wenn man sich näher mit dem neuen Betriebssystem Windows 10 beschäftigt und dessen Entwicklung seit der Einführung im Sommer 2015 verfolgt, dann fällt auf, dass Microsoft vermeintlich Stabilität angekündigt hat mit der sinngemäßen Aussage, dass Windows 10 keine Nachfolger Windows 11 oder 12 bekommen werde. Tatsächlich bezieht sich diese Aussage auf die technische Basis, auf der jetzt - in von Microsoft bisher nicht bekannter Dynamik - neue Funktionen in Form von Feature-Upgrades bereitgestellt werden. Seit der Einführung im Sommer 2015 gab es die Versionen 1511, 1607, 1703. Nach dem sogenannten Creators Update 1703 ist für den Herbst dieses Jahres ein weiteres Feature Upgrade angekündigt.

Mit den verschiedenen Versionen konnte man recht gut den Wandel des Systems miterleben, in dem schrittweise immer mehr der noch aus Windows 7 bekannten Oberflächen in das neue Look-and-feel von Windows 10 umgesetzt werden, im besten Sinne in einem agilen Prozess.

Mit dem Creators Update findet auch eine neue Bedienphilosophie Einzug in das System, das insbesondere Grafikern und Designern neue Möglichkeiten der Bedienung mit einem auf dem Display des Microsoft Surface Studio einsetzbaren Drehknopf bietet. Auch an diesem Punkt erkennt man die neue Wandlungsfähigkeit und Dynamik von Windows 10.

Um sich im klassischen IT-Betrieb auf die neue Situation einzustellen, muss häufig die gesamte Vorgehensweise der Bereitstellung von Windows auf den Clients neu aufgestellt werden. In der Vergangenheit war es durchaus üblich, ein identisches Basisimage von Windows über Jahre hinweg über eine Softwareverteilung auf die Clients zu bringen und dann mit Sicherheitsupdates zu betanken.

Nun werden mit den Feature-Updates zweimal jährlich neue „Versionen“ von Windows 10 ausgeliefert.  Diese „Versionen“ (1511, 1607, 1703) unterliegen deutlich kürzeren Zyklen, nach denen diese Versionen nicht mehr unterstützt werden. Microsoft hat zu diesem Zweck auch die Update-Auslieferung grundsätzlich umgekrempelt und erzeugt auch in diesem Punkt einen hohen Druck, in kurzen Zyklen Aktualisierungen der Software durchzuführen. Diesem Druck kann man sich zwar entziehen, in dem man den sogenannten Long Term Servicing Branch (LTSB) einsetzt, bei dem eine aktuelle Windows-10-Version vorübergehend eingefroren wird und wie bisher nur um Security Patches ergänzt wird. Solche LTSB-Versionen sind für die Dauer von zwei bis drei Jahren gedacht und können dann in einem Sammelupdate auf den neuesten Stand gebracht werden. In diesem Zeitraum ist es jedoch nicht möglich, neue Funktionen der Feature Upgrades zu installieren.

Weiterhin gibt es Änderungen im Bereich der für Unternehmen relevanten Konfiguration der Benutzeroberflächen mittels Gruppenrichtlinien in der Professional-Version, so dass genauer zu planen ist, ob die Professional-Version oder die Enterprise-Version eingesetzt werden soll.

Change-Prozess bindet in starkem Maß zusätzlich zum Tagesgeschäft interne Ressourcen

Je nach Größe und Struktur des Unternehmens kann der Aufwand für die Umstellung des Betriebssystems recht unterschiedlich sein. Als Faustformel bei Unternehmen mit einer Größe von 1.000 Rechner-Arbeitsplätzen sollte man mit einer Vorbereitungszeit von etwa sechs Monaten rechnen. Die Rollout-Phase selbst dauert für an wenigen Standorten konzentrierte Unternehmen nochmals einen weiteren Monat. Gibt es viele verteilte Niederlassungen wird der Aufwand eher größer sein. Dabei ist zu beachten, dass diese internen Ressourcen während des gesamten Migrationsprozesses zusätzlich zum Tagesgeschäft verfügbar sein müssen.

Daher kann es sinnvoll sein, externe Ressourcen in diesen Prozess einzubinden. Das gilt umso mehr, da in den Planungs- und Vorbereitungsphasen Mitarbeiter mit tiefgehenden Betriebssystem-Kenntnissen und langjähriger Erfahrung benötigt werden, um die bestehende Systemumgebung zu analysieren und geeignet anzupassen.

DOK SYSTEME unterstützt Sie auf dem Weg zu Windows 10

Eine Umstellung auf Windows 10 betrifft ganz unterschiedliche verschiedene Aspekte und sollte gut vorbereitet sein. DOK SYSTEME verfügt über Erfahrungen aus verschiedenen Kundenumgebungen und Projekten und unterstützt Sie gern in den nachfolgenden Bereichen:

IT-Strategie

    • veränderte und neue Möglichkeiten des IT-Einsatzes im Unternehmen
    • veränderte Rahmenbedingungen des IT-Sourcing insbesondere durch Cloud-Integration

IT-Technologie-Strategie

    • Wie muss die vorhandene Infrastruktur aus Hardware sowie Netzwerk auf die Anforderungen von Windows 10 angepasst werden (CPU, RAM, Speicher, Grafik usw.)?
    • Ist die im Einsatz befindliche Software einschließlich älterer Fachanwendungen kompatibel mit Windows 10?
    • Wie kann zukünftig die regelmäßige Aktualisierung des Betriebssystems durch ein Software-Verteilungssystem erfolgen?
    • Welche der verfügbaren Windows-10-Versionen ist die Richtige?

Prozesse in der IT-Abteilung für die zukünftige Bereitstellung von Windows 10

    • Anpassung der Arbeitsprozesse auf die neue Dynamik

Planung und Steuerung der Migration zu Windows 10

    • Umfassende Bestandsaufnahme der Systemumgebung
    • Ableitung der Anpassungsbedarfe und Abhängigkeiten (auch im Hinblick auf die bestehende AD-Konfiguration)
    • Planung und Steuerung des Migrationsprozesses

Decken sich Ihre ersten Erfahrungen zur Vorbereitung der Migration zu Windows 10 mit der in diesem Artikel beschriebenen Situation und sehen Sie Unterstützungsbedarf?

Wir erarbeiten gern gemeinsam mit Ihnen IT-Strategie und Migrationsprojekt für Ihr Unternehmen.



Dipl.-Ing. Nils Küster |
Senior Consultant | Tel. +49 (0) 5131 49 33 0



Jens Kühlberg, M. Sc. |
FM

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Schicken Sie uns auch Ideen und Wünsche für zukünftige Themen, die Sie und Ihre Kollegen besonders interessieren. Wir greifen diese gern auf.






Was ist die Summe aus 8 und 6?

Dieser Beitrag wurde verschlagwortet mit: Best Practice, Softwarebeschaffung, Wirtschaftlichkeit

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